Investieren wie der junge Warren Buffet, ....
- 30. Mai 2025
- 2 Min. Lesezeit
Ich habe euch versprochen, noch einmal die aus meiner Sicht größten Unterschiede in der Investmentstrategie des jungen und alten Warren Buffets zusammenzufassen. Meine zentrale These an der Stelle:
Legendäre Investoren wie Warren Buffett, Bill Ackman, Peter Lynch oder Joel Greenblatt konnten in ihren jungen Jahren durch gezielte Investments herausragende Renditen erzielen. Heute jedoch stehen ihnen dieselben Chancen strukturell nicht mehr offen.
Grund sind größere Kapitalvolumina, höhere Markteffizienz, Informationsverfügbarkeit und regulatorische Zwänge.
Die Strategien haben sich meines Erachtens daher bei allen milliardenschweren Investoren geändert.
Punkt 1 - Das Problem der Kapitalgröße
Früher:
Investoren arbeiteten mit wenigen Millionen US-Dollar und konnten in unterbewertete und teils kleine Unternehmen investieren. (Echtes Value)
Diese Unternehmen waren oft illiquide, unter dem Radar der Wall Street, und boten deshalb hohe Rendite-Potenziale.
Heute:
Viele Super-Investoren verwalten zweistellige Milliardenbeträge.
Investitionen unterhalb eines bestimmten Volumens (z. B. 500 Mio. USD) machen keinen Unterschied mehr für die Gesamtrendite, sodass eine Investition wenig Sinn ergibt.
Small- und Micro-Cap-Investments sind de facto ausgeschlossen.
Zitat Warren Buffet: “The universe I can’t invest in has become much larger.”
Punkt 2 - Informationsverfügbarkeit
Früher:
Kaum Analysten, kein Internet, wenig Wettbewerb um Informationen.
Zugang zu Insiderinformationen war einfacher.
Vieles musste händisch recherchiert werden – das bot Wettbewerbsvorteile für Fleißige.
Heute:
Bloomberg, Reuters, EDGAR, KI-gestützte Analyseplattformen, Social Media.
Informationen werden effizient und schnell eingepreist.
Arbitragemöglichkeiten verschwinden schneller als je zuvor.
Zitat Greenblatt: "When everyone has the same numbers, alpha becomes behavioral, not informational."
Punkt 3 - Regulatorische Anforderungen
Früher:
keine oder nur bedingte Offenlegungspflichten
Übernahmen deutlich einfacher als heute
Heute:
Offenlegungspflichten von Käufen, Beteiligungen ab 5%, etc.
Übernahmen nur über Wettbewerbsaufsicht, Kontrollgremien, etc.
Teilweise regulatorische Anforderungen an Risikomanagement, Anlagestruktur von verwaltetem Kapital (bspw. im Rahmen von Geld aus Versicherungen)



Kommentare